Daten-Analyse
Mikro- oder Einzeldaten sind Daten, die im Zuge einer (statistischen) Erhebung zu einem bestimmten Thema oder als Prozessdaten im Zuge der Geschäftstätigkeit erhoben werden. Mikrodaten sind nicht aggregiert, d.h. sie sind nicht in Tabellen oder Abbildungen zusammengefasst, zeichnen sich durch eine große Informationsfülle aus und bieten gegenüber veröffentlichten Daten analytische Vorteile. Um ihr Potential ausschöpfen zu können, sind die Mikrodatensätze in Datenbanken aufzubereiten und mit statistischen Methoden auszuwerten. Es wird zwischen anonymisierten und personalisierten Daten unterschieden.
Um valide Entscheidungsgrundlage zu entwickeln, hat sich das IfMDA unter anderem auf die Erhebung, Aufbereitung und Auswertung von Mikrodaten spezialisiert. Die Daten-Analyse wird im IfMDA mit neusten Datenbank-Technologien und mit aktuellsten wissenschaftlichen Kenntnissen aus Statistik und Ökonometrie umgesetzt. Der Prozess der Daten-Analyse ist kein einfacher und geradliniger Vorgang. Nur mit der nötigen Routine kann ein solcher Prozess über eine logische Abfolge und klar strukturierte Arbeitsschritte gelöst werden. Neben technischem (mathematischem, statistischem, informationstechnologischem) Wissen setzt die Daten-Analyse insbesondere auch theoretische Ideen zur Bearbeitung der Informationsmenge voraus. Letztendlich ist es das Ziel der Daten-Analyse, die Informationsmenge in belastbare und inhaltlich übersichtliche Ergebnisse zu überführen, die für den weiteren Entscheidungsprozess als Grundlage dienen.
Im IfMDA kommen auch Simulationsmodelle zur Anwendung, mit denen unterschiedliche ordnungs-, sozial-, steuer- und gesundheitspolitische Szenarien empirisch belastbar bewertet werden können, um Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger geben zu können. Zum Beispiel verfügt das IfMDA für die Finanzierung der GKV (Gesundheitsprämie, Zusatzbeiträge und Bürgerversicherung) über verschiedene Mikrosimulationsmodelle, mit denen die Be- und Entlastungswirkungen von Finanzreformen für Beitragszahler, Arbeitgeber und den Staat robust evaluiert werden können.

